Kuh

Muh.

Weißt du, wer so spricht?

Muh.

Genau. Das ist ein Rind. Oder eine Kuh. Aber wo ist da jetzt der Unterschied zwischen Rind und Kuh. Und was hat das mit Milch zu tun? Ich habe mit Juliet telefoniert. Sie kennt sich da aus.

Kühe sind bekanntlich die Weibchen. Also die Frauen bei den Rindern.

Aha!

Sobald eine Kuh ein Kalb zur Welt gebracht hat, gibt die Kuh Milch.

Ach ja. Und das Kalb ist ja das Kind von einer Kuh. Deswegen braucht also die Kuh Milch.

Wenn man die Milch einer Kuh verkauft, so nennt man die Kuh Milchkuh.

Ah, ja.

Eine Milchkuh wird zweimal pro Tag gemolken und gibt den Bauern 15 bis 50 Liter Milch am Tag.

Mhm. Das sind also 15 Milchpackerl bis 50 Milchpackerl sogar pro Tag. Ja, das ist schon eine ganze Menge.

Die Milch kommt aus dem Euter der Kuh. Der Bauer sammelt die Milch seiner Kühe und wartet bis der Milchwagen die Milch zwei mal pro Woche abholt. Dann wird die Milch abgefüllt und wir können sie im Supermarkt kaufen.

 

Haltschlaufe

Weißt du was ein Haltegriff ist? Das gibt es für Kinder. Da kann man sich anhalten. Festhalten. Ja, warum würde man denn das tun? Man hält sich fest, wenn sich das rundherum bewegt. Vielleicht, der Aufzug, oder, ja, der Zug, der Bus. Du hältst dich am Haltegriff fest. Es gibt aber auch die Halteschlaufe. Schlaufen kennst du vom Schuhband. Die Schlaufen, mit der du das Schuhband bindest. Haltegriffe gibt es nur für Erwachsene. Das sind auch so Schlaufen. Die sind gelb meist, oder orange. Die hängen aber so hoch, dass man groß sein muss, um sich daran anzuhalten. Wann glaubst du, wirst du eine Halteschlaufe selbst erreichen?

Herbst

Herr, es ist Zeit.
Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
— Rainer Maria Rilke, Herbsttag.

Naschen

Lothar, heute wollen wir mal über das Naschen reden. Wenn du an Naschen denkst, was fällt dir denn da ein?

Süße Sachen.

Und wenn du an süße Sachen denkst, dann denkst du wohl auch an deine Kindheit, als du auch noch ein Kind warst.

Mhhhmmm. Super süße Sachen.

Und eine super süße Sache war zum Beispiel?

Zuckerl! Ich durfte einmal pro Tag ein Zuckerl essen.

Hast du denn auch heimlich manchmal mehrere gegessen?

Warum weißt du das?

Das denke ich mir. Das machen Kinder doch!

Wir hatten eine Lade mit Naschsachen in dieser Lade. Und manchmal habe ich ein Zuckerl genommen, ohne es meiner Mama zu sagen. Aber ich glaube, sie hat es immer gemerkt.

Und dann hat sie auch was gesagt?

Manchmal hat sie was gesagt. Und wie war das bei dir, Steffi?

Bei mir war das ähnlich. Meine Schwester hat immer die ganzen Süßigkeiten gesammelt. Ich muss zugeben, dass ich da manchmal heimlich daran genascht habe.