Suchen

Ich habe ein kleines Nilpferd. Es ist aus Glas. Aber ich kann es im Moment nicht finden. Es ist nicht auf meinem Schreibtisch. Es ist nicht im Regal. Ich habe mit Juliet telefoniert. Sie hat gesagt, ich soll es suchen.

Suchen bedeutet, sich bemühen, jemanden, etwas Verlorenes, oder etwas Verstecktes zu finden. Kinder spielen gerne verstecken und suchen sich dann gegenseitig.

Also wenn ich in der Früh meine Brille suche, ja, dann weiß ich einfach nicht mehr, wo ich sie hingegeben hab.

Am Meer suchen wir gerne Muscheln. Und in den Muscheln suchen manche nach Perlen.

Das ist lustig, Juliet. Suchen und gesucht werden, finden und gefunden.

Erwachsene suchen eigentlich immer irgendwas.

Das stimmt.

Meistens sind es Schlüsseln. Wir suchen aber auch gerne Dinge, die wir in Taschen verstecken, und die wir dann schnell brauchen. Unsere Brieftasche, Taschentücher oder Kugelschreiber.

Und wenn man etwas nicht finden, dann kann man sich dann schon ärgern, wenn man etwas sucht, und sucht, und sucht.

Mein Papa hat einmal gesagt, “wer suchet der findet, und wer findet, sucht weiter.”

Kuh

Muh.

Weißt du, wer so spricht?

Muh.

Genau. Das ist ein Rind. Oder eine Kuh. Aber wo ist da jetzt der Unterschied zwischen Rind und Kuh. Und was hat das mit Milch zu tun? Ich habe mit Juliet telefoniert. Sie kennt sich da aus.

Kühe sind bekanntlich die Weibchen. Also die Frauen bei den Rindern.

Aha!

Sobald eine Kuh ein Kalb zur Welt gebracht hat, gibt die Kuh Milch.

Ach ja. Und das Kalb ist ja das Kind von einer Kuh. Deswegen braucht also die Kuh Milch.

Wenn man die Milch einer Kuh verkauft, so nennt man die Kuh Milchkuh.

Ah, ja.

Eine Milchkuh wird zweimal pro Tag gemolken und gibt den Bauern 15 bis 50 Liter Milch am Tag.

Mhm. Das sind also 15 Milchpackerl bis 50 Milchpackerl sogar pro Tag. Ja, das ist schon eine ganze Menge.

Die Milch kommt aus dem Euter der Kuh. Der Bauer sammelt die Milch seiner Kühe und wartet bis der Milchwagen die Milch zwei mal pro Woche abholt. Dann wird die Milch abgefüllt und wir können sie im Supermarkt kaufen.

 

Naschen

Lothar, heute wollen wir mal über das Naschen reden. Wenn du an Naschen denkst, was fällt dir denn da ein?

Süße Sachen.

Und wenn du an süße Sachen denkst, dann denkst du wohl auch an deine Kindheit, als du auch noch ein Kind warst.

Mhhhmmm. Super süße Sachen.

Und eine super süße Sache war zum Beispiel?

Zuckerl! Ich durfte einmal pro Tag ein Zuckerl essen.

Hast du denn auch heimlich manchmal mehrere gegessen?

Warum weißt du das?

Das denke ich mir. Das machen Kinder doch!

Wir hatten eine Lade mit Naschsachen in dieser Lade. Und manchmal habe ich ein Zuckerl genommen, ohne es meiner Mama zu sagen. Aber ich glaube, sie hat es immer gemerkt.

Und dann hat sie auch was gesagt?

Manchmal hat sie was gesagt. Und wie war das bei dir, Steffi?

Bei mir war das ähnlich. Meine Schwester hat immer die ganzen Süßigkeiten gesammelt. Ich muss zugeben, dass ich da manchmal heimlich daran genascht habe.